«Hortus» Boldern

Weiterentwicklung Trägerverein Boldern

Auftraggeber:

Trägerverein Boldern, Männedorf

Entwicklungsabsicht:

Areal- und Unternehmensentwicklung mit Vision und Neupositionierung

Arbeiten intosens:

Szenarien «Boldern auf dem Weg», Vision «Hortus – Traumazentrum für Flüchtlinge», ExpertenWorkshop, Begleitung und Umsetzung von HORTUS mit dem AFK, Universitätsspital Zürich, 

Boldern wird zum (H)Ort für Traumatisierte

Das ehemalige evangelische Tagungszentrum Boldern liegt oberhalb von Männedorf, eingebettet inmitten Wiesen und Wäldern. Im 2014 entschloss sich der Trägerverein Boldern seinen Hotel- und Seminarbereich zu sanieren und dem bald 70-jährigen Bildungszentrum eine neue Ausrichtung zu geben. Zur Strategiefindung eines Weges in die Zukunft des Areals erstellte intosens verschiedene Szenarien mit konkreten, identitätsstiftenden Projektinhalten – «Boldern auf dem Weg».

Ausgehend von den erarbeiteten Szenarien entschied sich der Trägerverein einstimmig für «Hortus – ein Traumazentrum für Flüchtlinge» und das Projekt umzusetzen. Mit «Hortus» (lat. für ‚geschützter Garten’) will sich das Tagungszentrum neu positionieren und gleichzeitig seine bildenden und kirchlichen Werte erhalten. In Zukunft möchte Boldern nicht nur Ort der Begegnung, des Dialogs und der Bildung sein, sondern neu auch ein Ort des humanitären und sozialen Engagements. 2019 startet das Angebot mit einer ambulanten Praxis. Intosens begleitet die Projektumsetzung «Hortus» inhaltlich und organisatorisch seit drei Jahren.

Stufenweise Angebotserweiterung 

Der Trägerverein mit Präsidentin Madeleine Strub-Jaccoud konnte das Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer des Universitätsspitals Zürich (AFK, unter der Leitung von Dr. med. Matthias Schick) als Kooperationspartner gewinnen. Dieses kann nun seine dringend benötigten Kapazitäten auszubauen. 

Hortus startet als Ambulatorium für traumatisierte und besonders schutzbedürftige Flüchtlinge und ermöglicht Geschädigten von Krieg und Folter nach und nach Distanz zu den belastenden Ereignissen aufzubauen und ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle wiederzugewinnen. Es richtet sich in erster Linie an anerkannte und vorläufig aufgenommene Flüchtlinge und deren Familien, die unter Traumafolgestörungen leiden. Besonders berücksichtigt werden alleinstehende Mütter mit Kindern und minderjährige, unbegleitete Asylsuchende, sogenannte MNAs oder UMAs.

Die Startphase sieht zwei Betriebstage pro Woche vor, darauf folgt eine Aufbauphase mit drei Betriebstagen. Längerfristig sollen im «Hortus» traumatisierte Kriegs- und Folteropfer mehr Therapie und Arbeit finden. Angestrebt wird eine Tagesklinik mit weitergehenden therapeutischen Massnahmen im sozialen Bereich. Beispielsweise sind dies Therapien, Tätigkeiten in der Natur oder im Werkatelier, gemeinsames Kochen und Essen sowie Bildungsangebote.

«Boldern wird zum Hort für traumatisierte Flüchtlinge» (Pdf, Reformiert, Juni 2018)

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